Verarbeitungshinweis für eine erfolgreiche Applikation auf Holz

Eigenschaften von den verschiedensten Holzarten:

Die im Bootsbau verarbeiteten Hölzer sind unterschiedlichster Art. Um die richtige Behandlung auszuwählen, zeigen wir Ihnen zunächst einmal die wichtigsten Charakter-Merkmale auf.

Pilzbefall und Schimmelsporen sind die natürlichen Feinde der Hölzer. Bei langandauernder Feuchtigkeit und hohen Temperaturen z.B. über 25°C., ist eine biologische Zerrstörung des Holzes am schnellsten gegeben. Um diese Zerrstörung des Holzes zu verhindern muss Ihr Boot immer gut mit ausreichendem Schutzanstrich behandelt werden. Die Feuchtigkeit darf maximal 13% betragen.


Harthölzer:
Eichenhölzer:
reagieren auf Einwirkung von Fremdstoffen durch die gerbsäurehaltigen Holzfasern. Es entsteht folgende chemische Reaktion, wenn Eisen mit Eichenholz in Berührung kommt, es bilden sich unschöne schwarze Flecke auf dem Holz. Auch das Eisen kann durch die Gerbsäure korrodieren. Häufigste Einsatzbereiche: Spanten und Innenausstattung.
Mahagoni:
Sollte immer gut vor Frischwasser geschützt werden, durch entsprechenden Lackauftrag. Salzwasser schützt im Gegensatz mit seinen antiseptischen Eigenschaften das Mahagoniholz.
Iroko:
Enthält hohe Bestandteile von Kieselsäure und findet daher seine Verarbeitung in den stark beanspruchten Bereichen wie Dollbords, Klampen und Süll.
Teak:
ist besonders belastbar durch seinen natürlichen Ölgehalt im Holz. Zusätzlich enthält es Kieselerde. Diese beiden Komponenten bewirken eine besondere Belastbarkeit vor Verfall und Verrottung.


Nicht ausreichender Farbschutz bedeutet Aufnahme von Feuchtigkeit, es können sich Pilzsporen bilden, weiter können Wurm und Schädlingsbefall auftreten.
Iroko und Teakholz:

Ölhaltige Hölzer müssen vor der Beschichtung gründlich mit „Spezial–Cleaner 3010" gereinigt werden. Öl- und Staubrückstände beeinflussen negativ den Lackaufbau.
                         
!! Keine Haftung zum Trägermaterial !!


Weichhölzer:
Eignen sich gut für Masten, Bäume, Scheuerleisten, Pinne und Ruder. Manche Weichhölzer enthalten hohe Harzanteile, kommt es zum Austritt dieser Harze so verliert das Holz an Festigkeit und die Farbe hat keine Haftung.
Vorarbeiten:
Eine gute Vorarbeit benötigt die längste Arbeitszeit. Garantiert Ihnen die besten Lackierergebnisse!
Der Untergrund muss trocken, fettfrei und sauber sein. Entfernen Sie den Altlack durch schleifen. Schleifen Sie immer in der Maserungsrichtung mit Trockenschleifpapier der Körnung P 240 bis P 280er.

Antifouling–Schutzlacke sollten Sie jedoch nur mit Nass-Schleifpapier bearbeiten. Tragen Sie immer beim Schleifen eine Staubmaske. Bei dickeren Schichten wie Bitumen, Teer, Wachse sollten sie mit „ Spezial–Cleaner 3010“ den Reinigungsvorgang sooft wiederholen, bis alle Schichten entfernt sind.

Entfernen Sie losen Schleifstaub nur trocken durch absaugen mit einem Staubsauger oder bürsten Sie ihn gut ab. Oelhaltige Hölzer mit „ Spezial–Cleaner 3010 „ Nass abwaschen.

Verarbeitungstemperaturen – Luftfeuchtigkeit:
- Die optimale Verarbeitungstemperatur liegt bei 15 – 25°C
- Die Luftfeuchtigkeit sollte nicht über 65 % betragen

- Sorgen Sie immer für eine gute Belüftung

- Meiden Sie beim Lackieren direkte Sonneneinstrahlung
- Lackieren Sie nie bei Luftfeuchtigkeit, Nebel , Tau, Kälte unter +10°C diese Faktoren sind

  G i f t für alle Anstricharten


Lackaufbau:
Der Trend geht eindeutig in Richtung 2 Komponenten–Lackaufbau, aufgrund der wesentlich höheren Belastbarkeit, der längeren Lebensdauer und der Vergilbungsbeständigkeit.

Prüfen Sie Ihren Untergrund auf die Überarbeitung mit 2 Komponenten–Lack.
Das heißt, tragen Sie nie einen 2 K.- Lack auf einen Ihnen unbekannten Untergrund auf. Entfernen Sie diesen komplett.


Überwasserbereich:
Vorgrundieren mit 1 – 2 Anstrichen 2 K-Tiefengrund 51-9999, farlblos
Spachteln: EP .- Spachtel
Grundierung: 1 – 2 Anstriche 2K.-EP.- Primer
Lackauftrag: 1 – 2 Anstriche Decklack o. Holzlasur + Klarlack


Unterwasserbereich:
Vorgrundieren: 1 – 2 Anstriche Tiefengrund 51-9999 farblos oder 2 K.-EP.-Grundierung
Spachteln: EP.- Spachtel
Grundieren: 3 – 4 Anstriche 2K.- EP- Grundier – Primer, 51 – 1001 bis
51 – 9010 div. Farbtöne für Kontrollzwecke
(s. Tech.-Merkblatt).
Lackauftrag: 1K-Hart- Antifouling mit PTFE und NANO-Zusatz

 

Unsere anwendungstechnischen Empfehlungen, die wir aufgrund unserer Erfahrungen geben, sind unverbindlich und begründen kein vertragliches Verhältnis und keine Nebenverpflichtungen aus dem Kaufvertrag. Sie entbinden den Käufer / Verarbeiter nicht davon unsere Produkte auf ihre Eignung für den vorgesehenen Verwendungszweck selbst zu prüfen. Alle Angaben sind allgemein. Im konkreten Anwendungsfall können jedoch uns unbekannte Faktoren einfließen.
Weiter Auskünfte in konkreten Fällen erhalten Sie unter der Ruf.-Nr.: 0172-2879015.


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